FDP setzt sich für Landwirte ein

Ernährung und Verbraucherschutz waren Themen bei den Liberalen 60 plus

TIEFENBACH (LANDKREIS LANDSHUT) – Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz waren die Themen, die beim Treffen der Liberalen 60 plus im Oktober auf der Agenda standen. Das heutige Thema sei sehr interessant und betreffe uns alle, sagte der Ehrenkreisvorsitzende der FDP Landshut Land, Ernst Minarzick, zu Beginn und übergab das Wort an die Kreisvorsitzende, Nicole Bauer.

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Das Bild (links) zeigt die Kreisvorsitzende der FDP Landshut-Land und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer im Kornfeld.

Landesvorstandsmitglied und Kreisvorsitzende Nicole Bauer forderte, dass sich die FDP gerade für die Landwirtschaft wieder stärker einsetzen müsse, denn die jetzige Lage des gegenwärtige Preisverfalls bei landwirtschaftlichen Produkten, wie bei Milch und Schweinefleisch, und der zunehmende Bürokratismus würden den Landwirten schwer zu schaffen machen. Das Eingreifen der Politik sei notwendig und es müssten schnellstens die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

„Es kann und darf nicht sein, dass unsere regionale Landwirtschaft für die verfehlte Agrarpolitik der EU und Berlin in existenzielle Schwierigkeiten gerät“, sagte die Kreisvorsitzende. Die stetige Steigerung der Produktion werde dieses Problem nicht lösen. Stattdessen müsste man weiter auf Qualität, Vielfalt und vor allem Regionalität setzen. Auch die im Bereich der Landwirtschaft anwachsende Bürokratie sei zwingend abzuschaffen und die vorhandenen Auflagen seien erneut zu prüfen beziehungsweise zu überdenken. Die Landwirte müssten mit ihren Erzeugnissen den Betrag erwirtschaften können, um davon leben zu können, den eigenen Betrieb zu erhalten und auch zu modernisieren.

Die FDP spreche sich klar für den Erhalt der vielfältigen Landwirtschaft, bestehend aus kleinen, mittelständisch geprägten und großen bäuerlichen Betrieben aus. Konventionell erzeugte Lebensmittel würden dabei eine ebenso große Rolle wie Bio-Produkte spielen.

Die FDP wolle die unternehmerische Landwirtschaft – gleich ob konventionell oder ökologisch – stärken und Innovationen fördern. Ernährung sei nicht nur für die Gesundheit wichtig. Für viele Menschen sei das Essen zugleich ein Stück Lebensfreude oder Ausdruck ihrer Lebensweise. Die deutschen Landwirte leisteten hierzu einen zentralen Beitrag, da sie hochwertige und bezahlbare Lebensmittel bereitstellen. Dennoch würden sie mit zu viel Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen in Europa kämpfen. Auch bei anderen Themen behandle die Große Koalition mit ihrer Bevormundungsmentalität erwachsene Bürger wie schutzbedürftige Kinder: Kleinanlegerschutz, Mietpreisbremse oder die geforderte Strafsteuer auf Süßigkeiten seien einige Beispiele, so die Kreisvorsitzende und Landesvorstandsmitglied Nicole Bauer.

„Wir Freie Demokraten vertrauen auf die mündigen Bürger und überlassen ihnen die Verantwortung für ihre Konsumentscheidungen. Beim Verbraucherschutz setzen wir daher auf bessere Informationen und Transparenz über Produkte, Dienstleistungen und zur Datennutzung sowie einen wirksamen Rechtsschutz im Betrugsfall“, betonte Bauer.

Es schloss sich eine rege Diskussion mit sehr interessanten Beiträgen an.