FDP wähnt sich im Aufwind

Landesparteitag feiert künftigen Landshuter OB Putz

ERGOLDING (LANDKREIS LANDSHUT): (jv/ta) Zwei Jahre vor der Landtagswahl hat sich die Bayern-FDP am Wochenende bei ihrem Landesparteitag in Ergolding (Kreis Landshut) inhaltlich neu aufgestellt. Mit 27 „Zukunftsinitiativen“ möchten die Liberalen ihr Profil schärfen.

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FDP-Landeschef Albert Duin (l.) mit dem Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Daniel Föst, und dem künftigen Oberbürgermeister von Landshut, Alexander Putz (r.) (Foto: cv)

So sollen Firmen Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuerlich absetzen können. Außerdem will die FDP die Chancen neuer Technologien nutzen, in Bildung und Infrastruktur investieren, den Arbeitsmarkt flexibilisieren und Bayern zum Vorreiter in Sachen Digitalisierung machen. Auch eine Personalentscheidung wurde am Rande des Parteitags bekannt: Generalsekretär Daniel Föst (40) wurde vom Landesvorstand einstimmig zum Spitzenkandidaten der bayerischen FDP für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert.

Rückenwind verspüren die bayerischen Liberalen nicht zuletzt dank Alexander Putz: Der 53-Jährige wurde bekanntlich vor vier Wochen zum Nachfolger des scheidenden Landshuter Oberbürgermeisters Hans Rampf (CSU) gewählt und ist ab Januar als erster FDP-Politiker OB einer kreisfreien Stadt in Altbayern.

Den Parteitag in Ergolding nutzte Putz, der vor einem Jahr in einer Kampfabstimmung um den Landesvorsitz Amtsinhaber Albert Duin unterlegen war, um seinen Kollegen Mut für die anstehenden Wahlkämpfe einzuflößen. Die Stimmung für die FDP sei heute „ungleich besser als vor drei Jahren“. Damals flog man bekanntlich binnen acht Tagen aus dem Bayerischen Landtag und dem Bundestag.

Ziel müsse es sein, die FDP als „liberale Kraft der bürgerlichen Mitte“ zu positionieren, so Putz, der von den Delegierten minutenlang gefeiert wurde. Der Bauingenieur rechnet seiner Partei übrigens gute Chancen aus, künftig auch auf Bundes- und Landesebene „nicht mehr angstvoll auf die Fünf-Prozent-Hürde starren zu müssen. Ich würde mir wünschen, dass wir zumindest stabil bei acht bis zehn Prozent liegen.“

(Quelle: Landshuter Zeitung vom 21.11.2016, Niederbayern-Teil)